Da ordentlich ausgearbeitete Unterrichtsentwürfe online sehr schwer zu finden sind, stelle ich hier zumindest die schriftliche Planung meiner Unterrichtsbesuche zur Verfügung.

 

Entwürfe zu Revisionsstunden:

 

Entwürfe zur unterrichtspraktischen Prüfung (UPP):

 

Entwürfe zu sprachförderlichem Fachunterricht (aus der Fortbildung "DaZ für die Sekundarstufe" des Goethe-Instituts)

 

Reguläre Unterrichtsbesuche im Referendariat:

Physik

  1. Welcher Springer ist zuerst unten? Qualitative Behandlung des waagerechten Wurfs im Schülerversuch und anhand eines Stroboskopbilds.
  2. Warum trifft der Speer nicht? - Qualitative Untersuchung der Lichtbrechung am Übergang Wasser-Luft im Schülerversuch, angeregt durch das Phänomen der optischen Hebung
  3. Wie viel trägt die Luftmatratze? - Untersuchung der Abhängigkeit des Auftriebs vom Volumen des eingetauchten Körpers im Schülerversuch
  4. Wovon hängt der Betrag der Zentripetalkraft ab? Aufstellen der Hypothese F_z~ mr/T^2 auf Grundlage eines qualitativen Schülerversuchs sowie quantitative Demonstration im Lehrerversuch.
  5. Warum muss man bei einem Seil, in dessen Mitte eine 1,5l-Wasserflasche befestigt ist, für zunehmende Spreizung der Seilenden betraglich immer größere Zugräfte aufwenden? Einführung einer graphischen Regel zur Kräfteaddition ausgehend von der graphischen Darstellung der in einem Freihandexperiment wirkenden Kräfte.

außerplanmäßiger Besuch: Beispiele für alltägliche Energieumwandlungsprozesse, insbesondere mit Beteiligung des Menschen: Einführungsstunde in die Reihe “Der Mensch als Energiewandler” durch eine Präsentation der Schülervorstellungen in Gruppen mit anschließendem Lernen an Stationen.

Kommentare: Die Entwürfe 3 - 5 sind zur Nachahmung empfohlen (alle wurden mit "sehr gut" bewertet). Die Entwürfe 1 und 2 dienen zu Übungszwecken - machen Sie sich Gedanken darüber, was an diesen Stunden und an den Materialien verbessert werden muss.
In der schriftlichen Planung der Stunde für die Fachleitertagung hätte man sich wesentlich kritischer mit der Sozialform "Stationenlernen" auseinandersetzen müssen. Nach der Lektüre einschlägiger Literatur wie Martin Wellenreuthers "Lehren und Lernen - Aber wie?" halte ich z.B. den Methodenpool der Universität zu Köln nicht mehr für zitierfähig, da dort oft ohne empirische Belege Tatsachenbehauptungen aufgestellt werden. Das Hauptproblem der Reihe ist die anschließende Sicherungsphase, über die man im Vorfeld detailliert hätte nachdenken müssen.

 

Mathematik

  1. Wie kann man die Ableitung an einer beliebigen Stelle berechnen? Aufgabengesteuerte Einführung der Ableitungsfunktion.
  2. Auch Journalisten machen Fehler - Auffinden und Korrigieren von Fehlern bei der Prozentrechnung in Zeitungsartikeln mit anschließendem Verfassen eines Leserbriefs in materialverschiedener Gruppenarbeit.
  3. Wie kann man die Höhe von Gebäuden mit Hilfe der Trigonometrie bestimmen? Begründung eines Verfahrens mit anschließender Messung der Höhe unserer Aula in Partnerarbeit
  4. Wieviel Stoff braucht man zum Bau eines kegelförmigen Zelts? Herleitung einer Formel zur Berechnung des Oberflächeninhalts eines Kegel in Partnerarbeit, unterstützt durch ein Papiermodell und Hilfekarten.
  5. Wie bestimmt man lokale Extrempunkte rechnerisch? Eine Heranführung an die Kurvendiskussion ausgehend von der Begründung eines Kriteriums durch Zusammenfügen von Argumentationsschritten in Einzel- und Partnerarbeit und einem Anwendungungsbeispiel im Lehrervortrag mit anschließender differenzierender Übungsphase im Lerntempoduett.

Kommentare: Die Entwürfe 2 - 5 sind zur Nachahmung empfohlen (3 - 5 wurden mit "sehr gut" bewertet; beim 2. sollte noch keine Note genannt werden, das Feedback in der Nachbesprechung war aber uneingeschränkt positiv). Entwurf 1 dient zu Übungszwecken.